Unterwegs mit der Universitätsbibliothek – Lange Nacht der Kirchen 2012

Bei gutem Wetter und ausgelassener Stimmung besuchten ca. 300 Interessierte die Veranstaltungen in der Universitätsbibliothek der Katholisch-Theologischen PrivatUniversität Linz. Die Programmpunkte standen unter dem Thema „Unterwegssein“:

Pilgern wie im späten Mittelalter konnte man im Programmpunkt Vor den Toren Jerusalems – Alte Pilgerberichte aus der Schatzkammer der Universitätsbibliothek offenbaren ihre Geheimnisse mit Ingo Glückler und  Stefan Dorninger während der „Buchpräsentation“ von Bernhard von Breydenbachs neuestem „Taschenbuch“  Die fart oder reysz über mere zu dem heyligen grab unsers herren Jhesu cristi gen Jherusalem. Auch zu der heyligen iunckfrawen sant Katherinen grab auf dem berg Synai (1488 Anton Sorg/Augsburg). Reisebüros bieten heute komfortable Pilgerreisen mit Bus und Flugzeug an. Wie aber pilgerte man damals? Anhand eines originalen Reiseberichts aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit aus der Universitätsbibliothek wurden auf bewährt vergnügliche Weise Tipps zur passenden Reisebekleidung, Vorbereitung und Durchführung ihrer Pilgerfahrt in das Heilige Land gegeben.

Univ.-Prof. Dr. Franz Gruber nahm im Programmpunkt Galilei, Darwin, Freud – und Gott? die BesucherInnen mit auf eine Erkundungsreise an die Grenzen von Wissen und Glauben. Die Pioniere der modernen Wissenschaften haben die Grenzen von Wissen und Glauben neu vermessen. Seither ist das Verhältnis von Religion und Naturwissenschaften angespannt. Aufgabe der Theologie ist es zu zeigen, dass Wissen und Glauben keine Gegensätze sind.

Im Programmpunkt Sonntag als Tag der Vergegenwärtigung des Pascha-Mysteriums – Überlegungen zur Heiligung des Herrentages angesichts derzeitiger gesellschaftlicher und kirchlicher Entwicklungen von Benedikt Rodler ging es dagegen um den arbeits- und reisefreihen 7. Wochentag. Die Sonntagsheiligung steht heute im Spannungsfeld von kirchlichen Vorgaben und Überzeugungen sowie aktuellen kirchlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Neben der Eucharistiefeier gewinnen auch andere Formen (z.B. Wort-Gottes-Feier, Tagzeitenliturgie, usw.) zur Vergegenwärtigung des Paschamysteriums am Sonntag zunehmend an Bedeutung.

Nach dem Ruhetag begaben sich StudentInnen der Katholisch-Theologischen PrivatUniversität Linz auf die Reise mit dem Kollektiv Gleichgültig: ad Philosophinnen, Theologinnen und Kunstwissenschafterinnen. Mit dem Reiseziel, den Horizont des wissenschaftlichen Diskurses in den Fachbereichen Philosophie, Theologie und Kunstwissenschaft zu erweitern, erforscht das Kollektiv Gleichgültig die Rolle der Frauen in den drei Disziplinen. In der Langen Nacht der Kirchen präsentiert das Kollektiv Gleichgültig seine bisherigen Ergebnisse und bietet dem interessierten Publikum einen Ausblick auf geplante Veranstaltungen.

Alles in allem war die Lange Nacht der Kirchen 2012 wieder ein einzigartiges Erlebnis für die BesucherInnen und Aktiven der Katholisch-Theologischen PrivatUniversität  Linz – da waren sich alle einige!

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