Etwas Altes… – Ratgeberliteratur aus dem 18. Jahrhundert

KleinmuthWie hat ein Seelsorger mit jenen umzugehen, welche vor Kleinmuth und Kummer fast nimmer zu trösten sind?

Ratgeberliteratur ist keine Erfindung des ausgehenden 20. Jahrhunderts, auch wenn sie sich in dieser Zeit zu einer neuen Hochblüte emporschwingen konnte. Für einzelne Berufsgruppen, besonders für Seelsorger entwickelte sich solche Literatur schon wesentlich früher und konnte mit der weiteren Entfaltung der Pastoraltheologie im Gefolge der Aufklärung eine ziemliche Verbreitung erreichen. Häufig waren es eifrige Seelsorger, weniger Universitätsprofessoren, die zu verschiedenen Themen Vorträge hielten und diese später verschriftlichten um sie einem größeren Publikum zugänglich machen zu können.

So entstand auch die heute vorgestellte Schrift: „Wie hat ein Seelsorger mit jenen umzugehen, welche vor Kleinmuth und Kummer fast nimmer zu trösten sind?“ Autor ist der Zurzacher Chorherr Joseph Anton Weissenbach, ein außerordentlich produktiver Schriftsteller, der sich in 1780ern immer wieder zu pastoralen, aber auch zu kontroverstheologischen Themen äußerte. Weissenbach beschreibt darin depressive Krankheitsbilder und gibt Anleitungen diese erfolgreich zu behandeln. Er sieht als bestes Heilmittel gegen Kleinmut und Kummer die Herstellung von Vertrauen, besonders von Gottvertrauen an, gleichzeitig legt er aber Wert darauf, dass in schwierigen Fällen ein Arzt zu Rate gezogen werden soll.

Enthalten ist dieser Ratgeber in einem Konvolut mit weiteren Werken Weissenbachs, das gegenwärtig katalogisiert wird, demnächst aber zur Benutzung zur Verfügung stehen wird. Das Buch steht auch in Google-Books als Volltext zur Verfügung: Volltext

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